Auszug von fupa.net

Auch Hackenheim ist verwundbar

Erste Niederlage beim 0:3 in Medard +++ Ippesheimer bezwingen SG Schmittweiler

KREIS. In der Fußball A-Klasse Bad Kreuznach hat es jetzt auch den TuS Hackenheim erwischt: Der souveräne Primus büßte seine weiße Weste ein und kassierte im Spitzenspiel in Medard die erste Niederlage. Kleines Trostpflaster an diesem etwas kuriosen Spieltag: Der Dritte, SG Schmittweiler-Callbach/Reiffelbach-Roth, ruschte in Ippesheim aus und ließ die drei Punkte beim Kellerteam. Zudem gab es gleich zwei gedrehte Ergebnisse auf den letzten Drücker: Da büßte Gutenberg noch zwei Punkte ein, die Fürfelder verloren gar alle drei. „Ist denn schon Weihnachten“ fragte sich da Trainer Günter Nessel angesichts der verteilten Geschenke.

SV Türkgücü Ippesheim - SG Schmittweiler-Callbach/Reiffelbach-Roth 2:0. -

Die Gäste taten sich auf dem Hartplatz schwer, ließen Einsatz und Laufbereitschaft vermissen. Die Gastgeber hingegen kämpften engagiert und gewannen verdient durch Tore von Osman Dervisoglu (17., 52.). Der Sieg war höher möglich, allein in den letzten zehn Minuten wurden zwei klare Chancen kläglich vergeben. Der gute Gästetorwart Lukas Frenger holte noch einen Ball unter der Latte heraus. Jedes Team kassierte eine Ampelkarte.

 

TuS Waldböckelheim - VfL Simmertal 0:4. -

„Wir haben die erste Hälfte komplett verschlafen, waren gar nicht auf dem Platz“, sagte TuS-Betreuer Arno Goldschmidt. Patrick Lanz (8.), Samy Zaidan (23.) und Patrick Lanz (41.) trafen zur Pause. Nach dem Wechsel nahm der TuS den Kampf an, hatte ein Chancenplus, vergab aber die Möglichkeiten kläglich. Simmertal verwaltete den Vorsprung, erhöhte noch durch Jonathan Gräff (85.). Goldschmidt kritisierte, dass der Schiedsrichter nie auf Ballhöhe war und die Partie daher sehr hart wurde.

 

SV Medard - TuS Hackenheim 3:0. -

Medard stand in der Defensive sehr gut und ging von Anfang an gut in die Zweikämpfe. Der Primus hatte kaum Chancen, weil Medard nichts zuließ. „Die Tore fielen immer zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Trainer Dominik Lenz. Erfolgreich waren Marius Gillmann (5., 47.) und Kevin Schuster (51.). Für den SV war es der fünfte Sieg in Folge.

 

SG Spabrücken/Schöneberg/ Hergenfeld - SV Feilbingert 3:1. -

„Endlich wurde unsere Mühe belohnt“, freute sich SG-Trainer Rolf Tullius. Allerdings hatte man wieder „Chancen ohne Ende“ benötigt. Jan Biroth traf zur Führung (20.). Björn Gillmann nutzte die erste SV-Chance zum Ausgleich aus heiterem Himmel (55.). Spabrücken spielte ruhig weiter, bot eine gute zweite Hälfte und wurde mit zwei Treffern von Dominik Benz (75., 85.) belohnt.

 

TuS Gutenberg - FC Ebernburg 3:3. -

„Wir stehen unten drin und kriegen die Füße nicht hoch“, klagte TuS-Vorsitzender Karl-Heinz Weimann. In dem Abstiegsderby führt man fünf Minuten vor Schluss durch einen Elfmeter von Nils Jung - und kassierte im Gegenzug den Ausgleich von Aleksandar Kuzmanowski. Da machte sich die Nervosität der „unten Stehenden“ klar bemerkbar. Dominik Weber brachte die Gäste in Führung (11.), Orion Dibra (42.) und René Dupont (55.) drehten das Ergebnis, ein Eigentor führte zum 2:2.

 

FSV Rehborn - TSG Planig 2:0. -

Die erste Hälfte des Kampfspiels war ausgeglichen mit mehr Chancen auf FSV-Seite. Fabian Müller traf zum Pausenstand (43.). „Nach dem Wechsel waren wir überlegen, nutzten unsere Chancen aber nicht konsequent“, sagte Trainer Marco Münch. Christian Drumm traf zum 2:0. Planig kassierte noch Gelb-rot.

 

SG Fürfeld/Neu-Bamberg - SG Guldental 2:3. -

„Es war eine mehr als ärgerliche Niederlage“, grantelte Fürfelds Trainer Günter Nessel. Nach einem Bilderbuchstart durch Artur Preis (11.) erhöhte nach dem Wechsel Lars Töttel ins Trainingstor (65.). Im Gefühl des sicheren Sieges ließ man die Zügel schleifen, so dass binnen weniger Minuten der Spielverlauf auf den Kopf gestellt wurde. Nach einem Eigentor passierte die Schlüsselszene in der Nachspielzeit: Bei einem Eckball gegen Fürfeld sprang der Ball an die Hand eines Guldentalers und von dort an eine Fürfelder Hand. Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter, den Dirk Spitzbart verwandelte. Noch geschockt kassierte man nach einem langen Ball auch noch das 2:3 durch Steffen Röhm.