FUSSBALL Winterbacher feiern den Wiederaufstieg durch ein 3:1 im Entscheidungsspiel gegen Kirschweiler

Fischbach . Aller guten Dinge sind vier: Der SV Winterbach hat es geschafft und ist mit einem 3:1 im Entscheidungsspiel gegen den TuS Kirschweiler in die Fußball-Bezirksliga zurückgekehrt. Beim Unternehmen ,,direkter Wiederaufstieg" hat man allerdings fast die gesamte Bandbreite möglicher Verlängerungen ausgekostet. Im Entscheidungsspiel um den Relegationsplatz brauchte man ein Elfmeterschießen gegen Schmittweiler, in der Aufstiegsrund gegen den West-Zweiten ein drittes Spiel - und hier fast wieder eine Verlängerung: Erst zwei Minuten vorher ging man in Führung, machte den Sack in der Nachspielzeit zu.



 

Schützenhilfe für viele Klubs

Der SVW setzt mit seinem Aufstieg die gute Tradition fort, dass im Vergleich der Tabellenzweiten meist der Ost-Vertreter nach oben rückt. In den vergangen fünf Jahren waren nur die Ippesheimer gescheitert, ansonsten hatten Weinsheim, Hochstätten, Medard und sogar die Winterbacher selbst als Vizemeister den Sprung nach oben geschafft - und damit immer den zuletzt stets brutalen Erdrutsch nach unten ein wenig entzerrt. Jetzt ist dank der Winterbacher Schützenhilfe trotz Klassenreduzierung auf Normalmaß erstmals seit Jahren nicht das Maximum von fünf Aufsteigern ausgeschöpft worden. Im Kielwasser des Winterbacher Aufstiegs jubeln weitere Teams: Spabrücken über den Verbleib in der A-Klasse, Hochstetten/Dhaun über den in der B-Klasse - und eigentlich sogar die ganze künftige A-Klasse: Dort wird jetzt wieder ,,normal" mit nur 16 Teams und maximal vier Absteigern gespielt.

,,Ich werde jetzt einmal bei allen Vereinen herumtelefonieren, was sie uns für unsere Schützenhilfe bezahlen", sprudelte aus dem gecharterten Bus ein ganz ausgelassener Winterbacher Präsident Hartmut Kessel bei der Heimfahrt - natürlich nicht ernst gemeint. Wie schon in den jüngsten Spielen hatten es die SVler auch dieses Mal wieder spannend gemacht, sie waren nicht richtig ins Spiel gekommen und brauchten zu viele Chancen für ihre Treffer: ,,Wir haben vier hundertprozentige Möglichkeiten vergeben", klagte Kessel und ergänzte: ,,Da kann ein Spiel schnell einmal kippen."

Die Kirschweilerer waren auch noch durch Jan Schmidt in Führung gegangen (15.). Benedikt Bernd erzielte mit einem herrlichen Heber über den TuS-Torwart das 1:1 (28.). Die Winterbacher Überlegenheit wurde auch nach dem Wechsel nicht belohnt, so scheiterte etwa Johannes Lenhart frei vor dem Gehäuse am Torwart (56.). Ganz bitter: Binnen sieben Minuten mussten dann mit Jochen Schäfer (71.) und Bastian Kessel (78.) beide Außenstürmer verletzt ausgewechselt werden. Gegen nur noch zehn Gegner (80., Gelb-Rot) ließ Tim Augustin die Winterbacher jubeln: Mit einem ,,unmöglichen Heber" fast von der Seitenlinie aus traf er zur Führung, der Ball war von der Lattenunterkante ins Netz gerutscht (88.). Die Partie war aber immer noch nicht zu Ende, in der Nachspielzeit machten die beiden eingewechselten ,,Joker" dann alles klar: Tobias Hirsch schob flach zur Entscheidung ein (90+2), die Vorlage hatte der 47-jährige Peter Kessel gegeben.

 

Quelle: fupa.net